Unterstützen Sie die Übersetzung der Bibel in die Lesgische Sprache

Einwohnerzahl:   ca. 654.000
Sprache:              Lesgisch (zur nachisch-dagestanischen Sprachgruppe gehörig)
Region:                Südliches Dagestan und nördliches Aserbaidschan (Kaukasus)
Religion:              Islam (sunnitisch)
Gedruckte Über-setzungen des IBT: Bergpredigt und Königreichs-Gleichnisse (1990), Markus-Evangelium (1996), Lukas-Evangelium und Apostelgeschichte (2004), Die Bibel fü Kinder (2009), Die Bücher Ruth, Esther und Jona (2010), Die Vier Evangelien (2013)
Auf der IBT-Website:  Die Bücher Ruth, Esther, Jona; Die Vier Evangelien; Apostelgeschichte
Audio-CD:                   Die Bibel für Kinder (2013, 2014)
Aktuell in Arbeit:        Das Alte Testament und die Vorbereitungen zum Druck des Neuen Testaments

Die Lesgier sind in Aserbaidschan das zweitgrößte Volk, in Dagestan machen sie 13% der Gesamtbevölkerung aus. Sie sind das zahlenmässig größte Volk im Nord-Kaukasus. Nach dem Zerfall der Sowjetunion zog sich durch ihr historisches Siedlungsgebiet plötzlich eine Staatsgrenze, nämlich zwischen Russland und Aserbaidschan. Diese Grenze hat das Volk förmlich zweigeteilt, sowohl geografisch wie auch zahlenmäßig. Ausserdem finden sich in fast allen Regionen Russlands kompakte Siedlungsgebiete der Lesgier. Auch in den anderen Staaten der früheren Sowjetunion, etwa in Turkmenistan, Kasachstan, Ukraine, Kirgisien leben Lesgier. Und sie leben seit eh und je auch in der Türkei. Eine gewisse internationale Bekanntheit verschaffte ihnen ihr wunderschöner Nationaltanz "Lesginka", der zu einem Symbol für den ganzen Kaukasus wurde.

Geschichte: In der Mitte des 1. Jahrtausends v. Chr. bildet sich im östlichen Kaukasusvorland ein albanischer Stammesverband, der 26 Stämme vereinte, welche verschiedene Sprachen des lesgischen Zweigs der nachisch-dagestanischen Sprachfamilie sprachen. Sie wurden dem multiethnischen Reich Kaukasus-Albanien eingeordnet. Im 4. Jahrhundert nahm Kaukasus-Albanien das Christentum als Staatsreligion an und befand sich nun in kanonischer Einheit mit der Armenischen Kirche. Es ist bekannt, dass in der kaukasisch-albanischen (kein Zusammenhang mit Balkan-Albanisch!) Sprache bereits eine Übersetzung des Neuen Testaments existierte, die aber schon im Frühmittelalter völlig verloren ging. Erst 1996 entdeckte dann eine Expedition der Akademie der Wissenschaften von Georgien zum Katharinenkloster im Sinai ein Palimpsest mit einem kaukasisch-albanischen Text, der von einem georgischen Text überschrieben war. Nach Ansicht der Forscher stammt dieser Text aus dem 7. - 9. Jahrh. Die Handschrift enthält eine Übersetzung des Johannes-Evangeliums und eines Lektionars (Sammlung von liturgischen Lesungen) und ist das älteste Dokument der kaukasisch-albanischen oder alwanischen Sprache. Das inzwischen ausgestorbene Alwanisch war nach Ansicht der Forschung die Urform des heutigen Udischen, einer weiteren Sprache der lesgischen Gruppe.

Gegenwart: Die heutigen Lesgier sind sehr bildungsbewusst und sind in einem breiten beruflichen Spektrum tätig: von Universitätsprofessoren über kreative Berufe zu Farmern, Lehrern, Ärzten usw. In religiöser Hinsicht bekennen sie sich zum Islam, der sich zwischen dem 12. und 17. Jahrhundert im Kaukasus ausbreitete, doch in unserer Zeit müsste man meist von einem "weltlichem Islam" sprechen. Hingegen wird zu bestimmten nationalen Feiertagen auch bis heute noch Brauchtum ausgeübt, dass auf eine heidnische Vorzeit zurückgeht.

Lesgisch als Muttersprache: Die Mehrheit der Lesgier sind zweisprachig. Nebst ihrer Muttersprache beherrschen sie in unterschiedlichem Grad auch die russische bzw. die aserbaidschanische Sprache. Lesgisch ist in Dagestan eine der offiziellen Sprachen und wird auch in den Schulen unterrichtet. Anders ist es in Aserbaidschan, wo Lesgisch nicht staatlich anerkannt ist und in den letzten Jahren aus dem Schulunterricht verbannt wurde. Die Mehrheit der aserbaidschanischen Lesgier beherrscht die Sprache auf umgangssprachlichem Niveau, aber nur recht wenige sind mit der lesgischen Literatursprache vertraut und können diese schreiben. Es existieren mehrere Zeitschriften und Webseiten in lesgischer Sprache. "Obwohl wir Lesgier meistens auch Russisch beherrschen, wird dies niemals zur Sprache unserer Seele. Die Bibel aber muss in der Sprache der Seele gelesen werden - das hat eine völlig andere Wirkung", bezeugt einer unserer Übersetzer.

Bibelübersetzung: Die Bibel in ihrer Vollständigkeit ins Lesgische zu übersetzen, war schon von Anfang an das Ziel des IBÜ, das sich nun langsam seiner Vollendung nähert. So sehr auch der Wunsch besteht, die Arbeit so bald wie möglich zu Ende zu bringen, muss das Übersetzungsteam nun noch zusätzliche Zeit aufwenden, insbesondere um die Bibelübersetzung für Sprecher verschiedener Dialekte lesbar zu machen. So wurde schon 2012 für dieses Projekt eine zusätzliche Etappe in die Übersetzungsprozedur eingebaut: Die übersetzten Texte werden nun auch in Aserbaidschan mit regionalen Testpersonen auf ihre Verständlichkeit und Akzeptanz getestet. Denn die Literatursprache basiert auf einem der vielen Dialekte und das Übersetzungsteam hat jetzt die Aufgabe, die Bibeltexte auch für Angehörige anderer Regionen und ohne Hochsprachkenntis verständlich zu machen. Zudem hat man damit begonnen, in Baku "Lesertreffen" zu veranstalten, damit die Angehörigen von christlichen Kirchgemeinden sich in den Text der Übersetzung  hineinfühlen und so diese Bibel als "die ihre" annehmen können. Bisher sind die Reaktionen sehr positiv, die Teilnehmenden sind voller Enthusiasmus. Im Winter 2017 hat die NT-Übersetzung erfolgreich die Abschlussberatung bestanden und es ist geplant sie bis Ende Jahr an die Publikationsabteilung zu übergeben. Gleichzeitig geht die Arbeit an einigen alttestamentlichen Büchern weiter. Die nächsten Konsultationen sind für April und November 2017 vorgesehen.

Ihre Spende wird dazu beitragen, das Projekt der Lezgi-Bibel im Jahr 2017 fortzufahren.

 

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