30. November 2017

Das Institut für Bibelübersetzung IBÜ setzt seine beliebte illustrierte Reihe von ausgewählten Gleichnissen des Lukas-Evangeliums in den Sprachen der Völker Russlands mit drei neuen Publikationen fort: in Tatarisch (die Tataren leben an der Wolga und in vielen anderen Teilen Russlands), in Rutulisch und Zachurisch (beide Sprachen werden im Nordkaukasus gesprochen. Bisherige Ausgaben dieser Reihe gibt es in Agulisch, Dunganisch, Kumykisch, Nogajisch und Darginisch. Alle Publikationen sind auf unserer IBT-Homepage als PDF aufrufbar.

Rundbrief Sommer 2016

Im Institut für Bibelübersetzung denken wir ständig über die Bedeutung unserer Aufgabe nach, die Bibel in die „Herzenssprache“ der Menschen zu übersetzen. Was meinen wir aber, wenn wir von der „Herzenssprache“ reden? Als Erstes denken wir wohl an die Sprache, welche eine Person in ihrem Alltag braucht, die Sprache, in der es ihr am leichtesten fällt, anderen Menschen etwas mitzuteilen. Nun ist es aber interessant festzustellen, dass dieses anscheinend so klare Bild zu verschwimmen und seine festen Umrisse zu verlieren beginnt, je mehr wir mit Vertreterinnen und Vertretern von verschiedenen Volksgruppen und Kulturen sprechen, die sich mit dem IBÜ für die Bibel und deren Übersetzung engagieren. Das ist überraschend! Es scheint eher, dass das Konzept der „Herzenssprache“ tiefer greift als die Sprache an sich und die gesamte kulturelle Weltsicht mitsamt den Ebenen der tiefsten Gefühle, der Kindheit und sogar des genetischen Gedächtnisses umfasst.

26. März 2016

Das Institut für Bibelübersetzung IBÜ hat die allererste vollständige Übersetzung der Bibel in die tatarische Sprache publiziert. Es handelt sich um die fünfte Gesamtübersetzung in eine der nichtslawischen Sprachen Russlands, nach dem Tschuwaschischen, Tuwinischen, Tschetschenischen und Udmurtischen. Weltweit wurde die ganze Bibel bisher in ca. 565 Sprachen übersetzt, wozu nun auch das Tatarische gehört.

Rundbrief Herbst 2015

Als der Apostel Paulus in Athen Jesus und seine Auferstehung verkündigen wollte, wurde er zum Areopag geführt, da „alle Athener und die Fremden dort nichts lieber taten, als die letzten Neuigkeiten zu erzählen oder zu hören.“(Apg. 17,21) Indem er auf dem Areopag predigte, folgte Paulus einfach der Idee, dass man die Menschen dort abholen sollte, wo sie sind, und nicht dort, wo wir Christen sie haben möchten. Menschen, die etwas Neues hören wollen, suchen nicht notwendigerweise nach Gott, und vielleicht finden sich in der Menge nur wenige, die wirklich bereit sind, auf Gott zu hören. Paulus hatte jedoch keine Angst, vergeblich zu reden. Er tat das, was Gott ihm aufgetragen hatte, und der Herr selber würde den Rest tun. Ohne Zweifel war Paulus der erfolgreichste Missionar unter den Aposteln. Die Menschen dort zu erreichen suchen, wo sie sind, war auch die Grundlage für das -Seminar ‚Engagement für die Heilige Schrift‘, das im Sommer 2015 durchgeführt worden ist.