Unterstützen Sie die Arbeit an der Bibelübersetzung in der Sprache der kaukasischen Abasinen

Volk: Abasinen (Abaza)

Bevölkerung: 43.000

Region: West-Kaukasus

Religion: Islam

Sprachfamilie: Nordwest-Kaukasisch

Veröffentlichte Bibeltexte: Lukas 2:1-20 (2000), Lukasevang.* (2013)

Team: Exegetischer Berater, Übersetzer, Praxistester

Langfristige Planung: AT/NT Teile

Schon vor 2500 Jahre berichtete der griechische Historiker Herodot, dass griechische Seefahrer an der Ostküste des Schwarzen Meeres einem Stamm namens Abasa begegnet waren. Die Abkömmlinge dieser Abasa wanderten später in nordwestlicher Richtung in das Kaukasusgebirge und leben auch heute noch  in 14 Städten  und Dörfern der Karatschai-Tscherkessischen Republik  im Süden der Russischen Föderation. Ihre altertümliche Sprache ist faszinierend: Sie verfügt über 63 Konsonanten und nur zwei Vokale! Einem Außenseiter erscheint sie wie ein Brei von intensiven Lauten.

Linguistisch hängt die abasinische Sprache eng mit dem Abchasischen zusammen, aber es wurde auch vom benachbarten Adygeischen (Tscherkessischen) beeinflusst. Einige Gelehrte sind der Meinung, dass die Abasinen schon im 3. vorchristlichen Jahrtausend ein Schriftsystem hatten, aus welchem später die phönizische Schrift hervorgegangen sein soll, welche wiederun die Grundlage des griechischen und lateinischen Alphabets war. Da die Abasinen aber heute ein Teil der Russischen Föderation sind, wird ihre Sprache auf der Basis des kyrillischen Alphabets geschrieben. Die Abasinen haben sich seit alter Zeit hauptsächlich mit Viehzucht und Landwirtschaft (vor allem Gemüseanbau) beschäftigt. Sie hatten aber auch immer schon einen Ruf als Huf- und Waffenschmiede, Juweliere und Imker. Auch die Fell- und Lederverarbeitung war weit verbreitet unter ihnen.

Die Abasinen wurden sehr in die an Russisch-Kaukasischen Kriegen des 19. Jahrhunderts hineingezogen. Eine große Zahl fand dabei den Tod und viele flüchteten in benachbarte Länder. Im Lauf der letzten Tausend Jahre wurden die Abasinen islamisiert, wobei jedoch viele ihrer Vorfahren sich ursprünglich zum Christentum bekannt hatten. Nebst dem sunnitischen Islam ist auch nicht wenig heidnisches Brauchtum erhalten. Heute gibt es unter den Abasinen nur wenige Christen.

Das Bibelübersetzungs-Projekt: 2013 hat eine lokale Kirche das Lukasevangelium übersetzen und publizieren lassen, ein deutliches Zeichen des Interesses an der Bibelübersetzung bei den örtlichen Gläubigen. Wir haben nun ein neues Übersetzungsteam gebildet, um das IBT-Projekt hier wieder zu aktivieren. Wir suchten lange nach geeigneten Fachleuten für die verschieden Aufgaben im Übersetzungsprozess, das Team ist nun vollständig und fachlich vorbereitet.

Die aktuelle Bibelübersetzungs-Arbeit: Die Bücher Ruth, Jona und Esther sind weit fortgeschritten und sollten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Es ist auch eine Hörbuch-Fassung vorgesehen. Aus dem Matthäusevangelium wurde vorab schon das Unser Vater übersetzt im Hinblick auf eine andere Publikation des IBT. Das ganze Evangelium nach Matthäus folgt als nächstes.

Das Buch Jona wird außerdem mit Illustrationen versehen, die das IBT für eine andere Übersetzung eigens hat anfertigen lassen, und die dort ein sehr positives Echo hatten.

Wir glauben, dass gerade die Übersetzung einiger Bücher des Alten Testaments dem Volk der Abasinen mit seiner tiefen historischen Verwurzelung die Bibel näher bringen kann, wie wir es schon in vielen anderen Übersetzungsprojekten in muslimischen Gesellschaften beobachten konnten. Das illustrierte Jona-Buch geht als erstes in Druck, aber wir sind noch sehr angewiesen auf Spenden, um dies Publikation möglich zu machen.

 

Eine Spende in Höhe von 30 Euro/SFr. erlaubt es dem Institut für Bibelübersetzung
10 Exemplare des Buches Jona zu drucken und an die abasinischen Leser zu übergeben.

 

Bankverbindungen für Spenden


Via: UNICREDIT Bank ZAO, Moscow
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Zu Gunsten des Instituts für Bibelübersetzung
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Wichtig! Im Feld "Zweck" muss die Bemerkung  "Charity donation" stehen.


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