Unterstützen Sie die Publikation des revidierten Lukasevangeliums und des Buches Jona in der Sprache der Tschuktschen

Sprecherzahl    16 000.
Region:             Tschuktschen-Halbinsel im äussersten Osten Sibiriens, Russ. Föderation
Sprache:           Paläoasiatische Gruppe; tschuktscho-kamtschadalische Sprachfamilie
Religion:           Schamanismus, orthodoxes Christentum, evangelische Gemeinden

Veröffentlichte Bibeltexte:
Auszüge aus dem Lukasevangelium (1995),
Das Lukasevangelium mit Audio-CD (2004),
Johannesevangelium 1:1-17 (2008, 2011)

Laufende Arbeit an Bibelübersetzungen:
Revision des Lukasevangeliums; Apostelgeschichte; Buch Jona

Tschukotka ist ein fernes und geheimnisvolles Land. Archäologische Funde zeugen von der Anwesenheit der ältesten paläoeskimoischen Kultur in Asien auf der Tschukotka zur Zeit der Beringia, jener Landmasse, die Ostsibirien mit Alaska verbunden hatte und vor ca. 10 000 Jahren durch den steigenden Meeresspiegel aufgetrennt wurde.In der Altsteinzeit existierte auf der Tschukotka eine relativ entwickelte Kultur. Erstaunliche Funde von Petroglyphen (in Stein geritzte Zeichnungen) kennt man aus dem jüngeren Neolithikum (1. vorchristl. Jt.) vom rechten Ufer des Pegtymel.

Im Unterschied zu den Ewenen und und Jakuten sind die Tschuktschen von der Christianisierung praktisch nicht erreicht worden. Die Geschichte von Tschukotka kannte weder Persönlichkeiten,  noch einen Heiligen oder Volksaufklärer. Die orthodoxe Mission bei den Tschuktschen wurde erst 1879 institutionalisiert und war auf Dolmetscher angewiesen, die der Orthodoxie völlig fern waren. Die Missionare übten die Politik der kleinen Geschenke aus, eigentlich kauften sie so die örtliche Bevölkerung. Kein Wunder hinterliessen diese  Aktivitäten keine Spuren.

Die tschuktschische Sprache blieb bis 1931 schriftlos, obwohl es seit Anfang 19. Jahrhundert einzelne Versuche gab, liturgische Texte in ihr herauszugeben. Unter der Sowjetherrschaft wurde dann 1931 ein tschuktschisches Alphabet auf Grundlage der lateinischen Schrift entwickelt. 1937 wurde dann auf die kyrillische Schrift umgestellt. In den 30er Jahren entstand auch erste schriftliche Literatur in Tschuktschisch. Bis heute gibt es jedoch keine einheitliche Rechtschreibung in der Sprache.

2004 erblickte dann das erste Evangelium in tschuktschischer Sprache das Licht der Welt: das Evangelium nach Lukas mit Audio-Aufzeichnung. Die Bücher mit den Audio-Kasetten verbreiteten sich in Windeseile bis in die entfernteste Siedlung und riefen ein enormes Echo hervor, denn die Tschuktschen empfanden diese Übersetzung als Zeichen der Wertschätzung für ihr Volk und ihre Sprache. Es war offensichtlich, dass die Bibelübersetzung zum Erhalt und zur Entwicklung der Sprache beiträgt. So kam es auch zu Initiativen "von unten": in einer der abgelegensten tschuktschichen Siedlungen übersetzte auf Anregung einer Gruppe von gläubigen Christen, die Volksschullehrerin völlig eigenständig die "Bibel für Kinder" (eine Publikaton der IBÜ) ins Tschuktschische. Gewiss braucht es bis zur Veröffentlichung noch theologische redaktionelle Unterstützung. Aber nur schon die Tatsache dieser Initiative gibt zur Hoffnung Anlass, dass unser Übersetzungs-Projekt eine Zukunft hat.

Unlängst haben neue Mitglieder der Übersetzergruppe des IBÜ angeregt, eine Überarbeitung des Lukas-Evangelium-Übersetzung vorzunehmen. Denn seit der ersten Übersetzung haben neue Begriffe Eingang in die Sprache gefunden, und wenn man für diese Erstübersetzung sagen kann, dass sie aus der Ferne, nämlich durch Spezialisten in St. Petersburg, entstand, so sind es nun die Gläubigen in der Region selbst, die bei den Verständlichkeitstests sagen, wie sie in ihrer heutigen Sprache diese oder jene biblische Realie bezeichnen. Es ist geplant, die Neuausgabe des Lukasevangelium in einer zweisprachigen (russisch-tschuktschischen) Parallel-Edition zu veröffentlichen. Dies hilft den Tschuktschen, die zwar im alltäglichen Leben in ihrer Muttersprache kommunizieren aber gewohnt sind nur russisch zu lesen, die biblischen Inhalte mit der Sprache ihres Herzens zu verbinden.

Das Buch Jona, das ebenfalls in einer zweisprachigen Ausgabe vorbereitet und von Illustrationen eines lokalen Künstlers begleitet wird, soll auch dazu beitragen, dass die Tschuktschen, die seit Jahrhunderten Fischfang und Walfang betreiben und sich seit Alters her als ein Volk von Seefahrern verstanden, biblische Inhalte mit ihrem Lebensraum verbinden können.

Mit einem Beitrag von 9 CHF ermöglichen Sie, ein Exemplar des Lukas-Evangeliums zu drucken und nach Tschukotka zu senden, und für zusätzliche 3.5 CHF ein Exemplar des Buches Jona.

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