Rundbrief Frühling 2015: Bericht über das nenzische Projekt

Eine der letzten Publikationen des IBÜ ist das nenzische Johannesevangelium mit einer beigefügten Audioaufnahme. Die Geschichte dieser Veröffentlichung zeigt deutlich, wie das Leben in Christus Menschen dazu bringt, Verbindungen zu anderen Menschen herzustellen, auch wenn diese wegen ihres kulturellen Hintergrunds, wegen ihrer Sprache oder ihrer sozialen Stellung fremd erscheinen. Genau besehen sind diese Beziehungen die ersten Früchte des Gottesreichs, in dem menschliche Barrieren bedeutungslos sind....

Rundbrief Winter 2014–2015

Als die Mitglieder des jakutischen Teams für die Tonaufnahme der Psalmen im Moskauer IBÜ-Büro waren, durchlebten sie eine schwierige Zeit. Unsere Übersetzerin Sargylana litt unter Stimmproblemen, und der in Moskau lebende bekannte jakutische Dichter Michail Dyachkowski kam für die Aufnahme mit einem gebrochenen Arm ins Büro. Trotzdem gelang ihnen eine vorzügliche Arbeit. Die Psalmen wurden in zwei Versionen aufgenommen, auf der einen wurde nur gesprochen, auf der anderen gab es eine musikalische Begleitung mit dem jakutischen Volksinstrument, der Chomus (einer Maultrommel), gespielt von einer Jakutin namens Irina. Zusätzlich zu dieser Hauptaufgabe bereitete das jakutische Team eine Tonaufnahme des Hexapsalmos vor. Diese sechs liturgischen Psalmen werden in orthodoxer Manier psalmodiert. So wird diese Aufnahme in Gottesdiensten Verwendung finden können.

Rundbrief Herbst 2014

Die Laken gehören zu den ursprünglich in Dagestan lebenden Völkern. Die kleine Gebirgsstadt Kumuch ist ihr administratives Zentrum, doch heute leben die meisten Laken am Kaspischen Meer in Machatschkala, der Hauptstadt Dagestans. Der lakische Übersetzer des IBÜ-Bibelübersetzungsprojekts bildet da keine Ausnahme. Das Haus seiner Vorfahren steht in Kumuch, und er benutzt es im Sommer als Ferienhaus, während er sonst in Machatschkala wohnt.

Rundbrief Sommer 2014

„Wenn der Wind dreht, dreht sich auch die Mühle“ – Vater Cosmas, ein amerikanischer orthodoxer Mönch, begegnete dieser sprichwörtlichen Redensart beim Lesen einer gagausischen Geschichte, und er konnte ihren Sinn vorerst nicht erkennen.

Rundbrief Frühling 2014

Scheinen biblische Texte nicht manchmal widersprüchlich zu sein? Und sind es nicht gerade diese Widersprüche, die sie für alle Menschen, unabhängig von ihren ethnischen, linguistischen oder historischen Kontexten bedeutsam machen? Die Bibel ist keine abstrakte Ideologie, sondern viel mehr eine Lebensquelle, die aus Gott, der Liebe ist, hervorquillt.