Rundbrief Frühling 2012

„Das Zelt besteht aus Rentierhäuten und ist mit einer Plane gedeckt, so ist es im Inneren wirklich warm, auch wenn es draussen sehr kalt ist. Du solltest dein zahmes Rentier immer zu dir ins Zelt nehmen, sonst wird es ganz verrückt wegen der Mücken“, - So beginnt Tatjana Lar, Übersetzerin in unserem Nenzisch-Projekt und berühmte Sängerin der nenzischen Lieder und Epen, ihre Geschichte...

Rundbrief, November 2011


Die Kurden sind wahrscheinlich das grösste Volk, das keinen eigenen Staat hat. Sie leben verstreut in vielen Ländern. Die Tatsache, dass sie in einer für sie fremden und oft auch feindlichen Umgebung leben, lässt sie umso fester an ihren geschichtlichen Wurzeln und ihrer kulturellen Identität festhalten. Im Laufe der Jahrhunderte sind die meisten Kurden Moslems geworden, doch es gibt auch kurdische Jesiden, die einer Mischung von verschiedenen Glaubensrichtungen wie Zoroastrismus, Islam, Christentum und altem Heidentum anhangen. Diese synkretistische Religion geht auf einen Sufi-Scheich zurück, der sie im Irak während des Mittelalters begründete. Der jesidische Gottesdienst beinhaltet die Anbetung der Sonne und räumt der Anbetung der Engel, unter denen auch der Geist des Bösen ist, viel Raum ein. Die in Russland lebenden Kurden sind meistens Jesiden...